Ich bin kein deutscher Staatsbürger, aber ich habe das Privileg, in Deutschland zu arbeiten. Als etablierter Arzt, arbeite ich auf höchstem medizinischen Niveau in einem Maximalversorger. Ich habe meinen Beitrag zur deutschen Gesellschaft und zum Gesundheitssystem geleistet und weiterhin das Leben vieler Patienten in kritischen Zuständen gerettet.
Das jüngste Ereignis auf Sylt, ist ein erschreckendes Beispiel für die tief verwurzelten Vorurteile, die in Europa im Jahr 2024 noch immer existieren. Es ist die schlimmste Form der Diskriminierung, die unsere Gesellschaft zerreißt und den sozialen Fortschritt behindert.
Als ich 2016 nach Deutschland kam, wurde mir trotz meiner beruflichen Position als Arzt und meiner Festanstellung in einem Krankenhaus eine bittere Lektion erteilt. Ich wollte ein Mobiltelefon mit einem Abonnement erwerben. Als ich meinen rumänischen Ausweis vorlegte, wurde mir ohne jegliche Begründung das Gerät verweigert. Die einzige Erklärung war eine angebliche Firmenpolitik. Es spielte keine Rolle, dass ich ein vollwertiger Beitragender zur deutschen Wirtschaft und Gesellschaft war, mein Herkunftsland machte mich in den Augen dieser Firma zu einem unerwünschten Kunden.
Diese Erfahrung und das jüngste Ereignis auf Sylt sind nur zwei Beispiele von vielen, die zeigen, wie tief Rassismus in unseren alltäglichen Interaktionen verwurzelt ist. Es ist nicht nur eine Beleidigung für die betroffenen Personen, sondern auch eine Schande für eine Gesellschaft, die sich für fortschrittlich und inklusiv hält.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Erfahrungen nicht verallgemeinert werden dürfen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, denen ich in Deutschland begegnet bin, sind offen, freundlich und unterstützend. Seit 2016 habe ich tatsächlich keine weiteren rassistischen Vorfälle mehr erlebt. Diese positiven Begegnungen zeigen, dass viele Menschen bereit sind, über ihre Vorurteile hinauszuwachsen und offen für Vielfalt zu sein.
Leider gibt es jedoch immer noch Individuen, bei denen diese Mentalität tief verwurzelt ist und sich möglicherweise nicht mehr ändern lässt. Trotz dieser Herausforderungen dürfen wir nicht aufgeben. Wir müssen weiterhin aktiv daran arbeiten, Rassismus zu bekämpfen und eine Gesellschaft zu fördern, in der jeder Mensch unabhängig von seiner Herkunft respektiert und geschätzt wird.
Rassismus in Europa, insbesondere im Jahr 2024, ist inakzeptabel. Es ist eine schmerzliche Erinnerung daran, dass wir als Gesellschaft noch einen langen Weg vor uns haben, um echte Gleichheit und Akzeptanz zu erreichen. Wir müssen entschlossen gegen jede Form von Diskriminierung kämpfen, sei es aufgrund der Hautfarbe, der ethnischen Herkunft oder des Geschlechts.
Regional Director HR NL DACH und Secretaire Général bei Arval BNP Paribas Group
5 MonateVielfalt, Toleranz und Lebendigkeit prägen uns in Arval als Teil der BNPP - besser als insbesondere von Dir, Gina, zusammen mit einem wunderbaren Sohn, und allen KollegInnen kann das gar nicht ausgedrückt werden! Wir freuen uns auf die Forstsetzung 🤩 Vielen Dank!