Türkei : 14 Verletzte bei Gasexplosion in Istanbul
Bei einer Explosion in Istanbul sind 14 Menschen verletzt worden. Die Bomben-Detonation habe sich in einem Internet-Café nahe einer Polizeiwache ereignet, unter den Verletzten seien auch sechs Polizisten.
Bei einem Bombenanschlag auf ein Internet-Café in der türkischen Metropole Istanbul sind am Donnerstag 14 Menschen verletzt worden. Das Café liegt neben einer Polizeistation, unter den Verletzten sind sechs Polizisten, wie ein Beamter vor Ort mitteilte. Einer seiner Kollegen sowie ein Kind seien in kritischem Zustand.
Die Organisation Kurdischer Friedensfalken bekannte sich in einem Anruf bei der kurdischen Nachrichtenagentur Firat zu der Tat, wie die Agentur auf ihrer Web-Site meldete. „Ich habe sieben oder mehr Verletzte aus dem zerstörten Gebäude getragen“, sagte der Polizist Coskun Kilic der Nachrichtenagentur AP. „Ihre Haare waren verbrannt, und zwei von ihnen waren bewusstlos und schwer verletzt: ein Polizist und ein Kind.“ Die Wucht der Explosion habe Stühle auf die Straße geschleudert, und im Café selbst habe man wegen des dichten Rauchs fast nichts sehen können. Das Internet-Café wurde vor allem von Beamten der Bereitschaftspolizei frequentiert, deren Hauptquartier in der Nähe liegt.
Die Polizei riegelte die Zufahrtstraßen ab, die Verletzten wurden in Rettungswagen zu Krankenhäusern gebracht. Polizeichef Celalettin Cerrah bestätigte im Fernsehsender NTV, daß die Explosion von einer Bombe ausgelöst worden sei. Im November 2003 hatten dem Terrornetzwerk Al Kaida nahe stehende türkische Extremisten in Istanbul eine Serie von Selbstmordanschlägen verübt, bei denen rund 60 Menschen getötet worden waren.