Von Straßenschild : Banksy-Kunstwerk in Paris gestohlen

Die Kunstwerke des Graffiti-Künstlers Banksy erzielen auf Auktionen Millionensummen, seine Straßenkunst ist daher oft Ziel von Dieben. In Paris ist nun abermals eines seiner Werke verschwunden.
In Paris ist ein Werk des berühmten Streetart-Künstlers Banksy vor dem Parkhaus des Centre Pompidou gestohlen worden. Das Schablonengraffito habe sich auf der Rückseite des Eingangschilds zu der Tiefgarage befunden, teilte die Kunst- und Kultureinrichtungen am Dienstag mit. Man habe wegen Diebstahls und Beschädigung Anzeige erstattet. Das Werk stellt eine Ratte mit einem Bleistift und einer verdeckten Schnauze dar. Die Diebe haben nach Angaben des Centre Pompidou das Werk aus dem hohen Metallkastenschild herausgeschnitten.
Es war erstmals am 25. Juni 2018 aufgetaucht. Nur einen Tag später habe der Künstler es auf Instagram als sein Werk beansprucht, wie es weiter hieß. Das Werk war mit einem vom Centre Pompidou angebrachten Plexiglas geschützt. Es habe bereits im Juli 2018 einen Diebstahl- oder Beschädigungsversuch gegeben, der jedoch vom Sicherheitspersonal verhindert werden konnte.
Banksys Identität gibt bis heute Rätsel auf. Bekannt ist nur, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven.
Erst Anfang 2019 sorgte in Paris der Diebstahl eines Werkes für Schlagzeilen, das von dem britischen Streetart-Künstler gewesen sein soll. Es wurde mitsamt der Tür, auf der es angebracht war, aus der Pariser Konzerthalle Bataclan entfernt.
In dem Musikclub wurden im November 2015 bei einem islamistischen Terroranschlag 90 Menschen getötet. Damals erklärte die Club-Leitung, Banksy habe es als Symbol der Erinnerung an das schreckliche Ereignis dort hinterlassen. Das Schablonenbild zeigte eine traurig wirkende, nach unten blickende junge Frau mit schwarz-weißem Schleier. Auch im britischen Dover verschwand zuletzt ein Bild von Banksy.