André Greipel im Interview : „Viele Deutsche können nicht auf eigene Kappe fahren“
Nein, überhaupt nicht. Ich bin ja im Guten auseinandergegangen mit dem Profiradsport. Das ist alles okay. Es war schön, ein Teil davon gewesen zu sein, aber ich vermisse das Rennenfahren nicht.
Weil es schon nicht ungefährlich ist. Radsport ist und bleibt ein Risikosport. Auf der anderen Seite hat man irgendwann seine Leistungsgrenze erreicht. Dann soll es auch gut sein.
Ich bin sowieso ein sehr, sehr rastloser Mensch. An Langeweile möchte und werde ich nicht sterben. Deswegen suche ich mir meine Dinge, die ich gerne mache.
Während meiner Karriere gab es oft Konfliktsituationen. Das lag an den Fahrern, die es damals gab: Marcel Kittel, John Degenkolb, mich. Wir hatten oft die Möglichkeit, erfolgreich zu sein als Nationalmannschaft. Leider ist die Kommunikation häufig auf der Strecke geblieben. Ich habe deshalb damals viel gemeckert – und mir dann gesagt: Man kann viel meckern, aber jetzt habe ich die Chance, dazu beizutragen, dass man offener mit den Sportlern umgeht. Und dass man mit einem gewissen Plan in die Rennen geht. Ich habe gedacht, dass die Aufgabe eine sein kann, die mir Spaß macht. Und bis jetzt hat mich dieser Gedanke auf jeden Fall nicht enttäuscht.
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