Supermarktkette Tegut : Die Gewerkschaften erheben das Wort

Nach der Übernahme der Supermarktkette Tegut durch den Schweizer Handelsriesen Migros fordern die Gewerkschaften: Flächentarifverträge in Deutschland sollen respektiert, Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Die Übernahme der Supermarktkette Tegut durch den Schweizer Handelsriesen Migros ruft die Gewerkschaften auf den Plan. Die Gewerkschaften Unia und Verdi verlangten am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung, Migros müsse die bestehenden Flächentarifverträge in Deutschland respektieren und die Arbeitsplätze in den etwa 300 Tegut-Filialen erhalten: „Die von der Migros angekündigte „Expansionsstrategie“ darf weder in Deutschland noch in den Schweizer Grenzregionen zu einem Stellenabbau führen.“
Migros und Tegut hatten den Eigentümerwechsel am Donnerstag bekanntgegeben. Die Vereinbarung beschränkt sich auf das Handelsgeschäft des Fuldaer Unternehmens mit seinen insgesamt etwa 6400 Mitarbeitern vor allem in Hessen, Thüringen und Nordbayern. Das Industrie- und Landwirtschaftsgeschäft von Tegut bleibt in Händen der Gründerfamilie Gutberlet. Tegut-Zentrale soll weiterhin Fulda sein.