Rugby-Nationalmannschaft :
Der Tanz ums Ei

Von
Rainer Seele
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Zumindest für das Spiel gegen Portugal arbeiten in Deutschland alle Beteiligten im Rugby wieder zusammen.

Das deutsche Rugbyteam kann wieder in Bestbesetzung den Kampf um einen Startplatz bei der WM aufnehmen. Zuvor war dies durch einen internen Streit nicht möglich. Dauerhaft gelöst ist das Problem aber nicht.

Das Geschäft mit dem Ei floriert, weltweit. Und vielleicht kann sich im kommenden Jahr auch Rugby-Deutschland auf der größten Bühne dieses Sports präsentieren. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019 in Japan ist in jedem Fall wieder möglich. Vorausgesetzt, die Deutschen gewinnen am 16. Juni in Heidelberg ein Ausscheidungsspiel gegen Portugal. Danach ginge es in zwei Duellen mit Samoa um den direkten WM-Start. Sollte Samoa sich durchsetzen, hätten die Deutschen immer noch eine Chance – bei einem Vier-Nationen-Turnier, einer Art Hoffnungsrunde, Ende des Jahres in Frankreich.

Bei einer Niederlage gegen die Portugiesen wäre aber alles vorbei. Um zumindest diese Aufgabe zu meistern, arbeiten der Deutsche Rugbyverband (DRV) und die Gesellschaft zur Förderung des Rugbysports (GFR), eine Tochter der Wild Rugby Academy (WRA), vorläufig wieder zusammen. Das bedeutet: Der DRV kann gegen Portugal wieder auf die Asse des deutschen Meisters Heidelberger Ruderklub zurückgreifen, die zuletzt wegen eines Streits zwischen dem DRV und der WRA – die den HRK maßgeblich unterstützt – nicht mehr für Deutschland angetreten waren. „Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung“, sagt DRV-Geschäftsführer Volker Himmer.

Die WRA ist von dem Milliardär Hans-Peter Wild gegründet worden. Sie hatte auch den DRV alimentiert. Die Kooperation war im vergangenen Jahr beendet worden, da der Wunsch des Mäzens Wild nach mehr Einfluss im deutschen Rugby nicht erfüllt worden war. Dass sich die beiden Parteien nun wieder annäherten, liegt auch an der Intervention des Weltverbandes, der daran interessiert ist, dass Rugby-Deutschland wächst. Allerdings gilt die neue Vereinbarung vorläufig nur für das Portugal-Spiel. Danach müsste neu verhandelt werden.

Die Deutschen waren in der EM-Division 1A nach mehreren deutlichen Niederlagen – ohne die erfahrenen Kräfte vom HRK – eigentlich dem Abstieg nahe. Da etlichen Konkurrenten inzwischen aber Punkte abgezogen wurden wegen des Einsatzes nicht spielberechtigter Akteure, rückte Deutschland am „grünen Tisch“ wieder auf. Mit der Folge, nun doch noch im Kampf um die WM dabei zu sein. Himmer sagt: „Das ist ein Geschenk. Das kann man nicht anders sagen.“

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