FAZ+Preisexplosion beim Triathlon :
„Der Ironman Hawaii ist nur noch für die Upperclass“

Von
Michael Eder
Lesezeit:
Wer kein gesponserter Top-Athlet ist wie etwa Patrick Lange (hier nach seinem Sieg 2017), muss auf Hawaii tief in die Tasche greifen.

Hotelzimmer für 4820 Euro pro Nacht, ein Startgeld von 1120 Dollar, dazu Flüge und Verpflegung: Der berühmte Triathlon in Kona ist ein Luxus geworden – und damit zum Privileg der Reichen. Was steckt dahinter?

Am Sonntag sind wieder Träume in Erfüllung gegangen. Beim Ironman in Frankfurt haben sich 60 Triathleten und Triathletinnen, allesamt Freizeitsportler, in verschiedenen Altersklassen für die Ironman-WM im Oktober auf Hawaii qualifiziert. Am Montag sind sie bei der Siegerehrung hinauf aufs Podium gehumpelt, einen Wettkampf über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in den Gliedern. Sie sind gefragt worden, ob sie das Startrecht für Hawaii in Anspruch nehmen. Wie jedes Jahr haben die meisten mit strahlenden Augen die Kreditkarte gezückt. Die 1120 Dollar Startgebühr (rund 1060 Euro) für Hawaii waren an Ort und Stelle zu begleichen. Verzichtete jemand, war ein Nachrücker zur Stelle.

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