Holocaust-Gedenktag :
„Gedenken darf nicht Routine werden“

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Ministerpräsident Bouffier besucht die Gedenkstätte Börneplatz in Frankfurt.

Am Holocaust-Gedenktag hat Ministerpräsident Volker Bouffier davor gewarnt, den massenhaften Judenmord zu verdrängen.

Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus darf nach Ansicht von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nicht zur Routine werden. „Wir sind es jedem Einzelnen dieser Opfer schuldig, seinen Tod als unfassbares Leid zu benennen“, sagte der hessische Regierungschef nach Angaben der Staatskanzlei am Donnerstag auf der Gedenkveranstaltung des Landes in Rüsselsheim. Der Holocaust-Gedenktag geht auf den 27. Januar 1945 zurück. An diesem Tag wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Es gilt als Symbol für den Völkermord und die Millionen Menschen, die das Nazi-Regime verfolgt und umgebracht hat.

„Es ist unsere Pflicht gegenüber den Opfern, uns zu erinnern. Und es entspricht unserer Verantwortung für die Zukunft“, sagte Bouffier. Wer sich der historischen Wahrheit verweigere, stehe moralisch disqualifiziert am Rande der Gesellschaft.

„Die Opfer nicht vergessen“

Die Folgen des Nationalsozialismus sind nach Ansicht von Raphael Gross auch heute noch zu spüren. Dies gelte ebenso für überlebende Opfer wie auch für Nachkommen der Täter, sagte der 44 Jahre alte Historiker und Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt nach Angaben des Hessischen Städtetages.

Vor der Gedenkveranstaltung hatte Bouffier Orte und Einrichtungen jüdischen Lebens in Hessen besucht. Dabei sprach er auch mit Schülern der jüdischen Lichtigfeld-Schule in Frankfurt. „Das war für mich ein ermutigendes Erlebnis, wie frisch die sind, wie offen die sind, wie fröhlich“, so Bouffier. Nach der Schule standen das Mahnmal an der Gedenkstätte Neuer Börneplatz in Frankfurt sowie die Synagoge und die Jüdische Gemeinde Darmstadt auf dem Programm. Museums-Direktor Gross sagte weiter: „Der 27. Januar erinnert uns daran, dass der Nationalsozialismus und der Holocaust bis heute schwer zu begreifen sind.“ Ihm als Historiker sei es wichtig, auf Fragen hinzuweisen, etwa auf die „nationalsozialistische Moral“, die den Völkermord an Millionen Menschen erst ermöglicht habe.

Landtagsvizepräsident Lothar Quanz sagte, Gedenktage seien wichtig, „um die Opfer nicht zu vergessen“. Die Gedenkfeier des Landes wurde in diesem Jahr vom Hessischen Städtetag ausgerichtet.

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