„Dann muss ich handeln“ :
Ministerin will Gästefan-Verbot in Fußball-Derbys

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Anhänger von Eintracht Braunschweig in Hannover im November 2023
Nach den Ausschreitungen bei den Duellen zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig sollen die nun bevorstehenden Partien laut Niedersachsens Innenministerin ohne Gästefans stattfinden. Es sei denn, die Klubs reagierten.
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Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hält an ihrem Vorstoß fest, bei den beiden Fußball-Derbys zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig in der neuen Saison jeweils keine Gästefans zuzulassen.

„Das erste Spiel zwischen Braunschweig und Hannover wird Anfang Oktober sein. Bevor das Ticketing losgeht, werden wir den Verein anweisen, dass für den Gästeblock beim Derby keine Karten verkauft werden dürfen – es sei denn, es gibt kurzfristig bessere Vorschläge der Vereine, wie es störungsfrei laufen kann“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Hintergrund sind die Ausschreitungen bei beiden Duellen der niedersächsischen Rivalen im vergangenen Spieljahr. „Ich bin da durchaus auch für andere Lösungen offen. Sollte es aber keine vernünftigen und zielgerichteten Vorschläge geben, dann muss ich handeln“, sagte die Ministerin. „Der Gästefan-Ausschluss ist für mich das Mittel der Wahl, wenn es keine anderen Instrumente gibt.“

Nach ihren Worten sind am 31. Juli Gespräche zwischen den vier niedersächsischen Profivereinen und der Politik geplant. Dabei geht es um den Erstligaklub VfL Wolfsburg, die beiden Zweitligateams Hannover und Braunschweig sowie Drittligaverein VfL Osnabrück. Am 2. August beginnt die neue Zweitliga-Saison.

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