US-Autorin Lauren Groff : Klassenbeste des Scheiterns

Die amerikanische Autorin Lauren Groff hat einen neuen Roman geschrieben. Und zwar neunmal. „Die weite Wildnis“ heißt er. Groff sagt: Mein Schreibprozess ist beknackt. Ein Porträt.
9 Uhr 34 an der Ostküste, Zug von Connecticut nach New York: Lauren Groff entschuldigt sich für die Verzögerung, für ihre Müdigkeit nach drei Wochen Buchtour. Verzögerung? Es ist doch erst vier nach halb. Müdigkeit? Sie gestikuliert, lacht, steckt an mit ihrer Freude: über Berlin und den Wannsee, an dem sie mit ihrer Familie den Frühling verbrachte und schrieb. Über Bücher, von denen sie im Jahr Hunderte liest und hört – im Gegensatz zu Podcasts, „zu viel Gequatsche“. Über den perfekten Porzellan-Teint der Künstlerin Miranda July, die sie kürzlich traf.