Sexueller Missbrauch : Entfesselt, obszön

Die Debatte um Gérard Depardieu nimmt absurde Züge an – dessen Verteidiger verheddern sich in Widersprüche.
Die Debatte um Gérard Depardieu nimmt absurde Züge an. Zur Erinnerung: Seit 2018 kursierende Vorwürfe sexueller Gewalt haben sich zuletzt in Anzeigen, auch wegen Vergewaltigung, konkretisiert. Heiß wurde die Affäre durch eine am 7. Dezember ausgestrahlte Dokumentation: Sie zeigte den Schauspieler in entfesselter Obszönität. Auszeichnungen wurden aberkannt oder infrage gestellt, die Wachsstatue im Musée Grévin entfernt. Es folgte Solidarität von höchster Stelle: Emmanuel Macron bezog für Depardieu Stellung, eine ambivalente Sache, denn er erinnerte nicht nur an die Unschuldsvermutung, sondern betonte auch die Größe des Künstlers.
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