„Armand“ im Kino :
Das Lachen muss im falschen Hals steckenbleiben

Lesezeit: 3 Min.
Renate Reisnve glänzt als Elisabeth in „Armand“
In seinem Debütfilm lässt Halfdan Ullmann Tøndel, Enkel von Ingmar Bergman und Liv Ullmann, ein ganzes Sozialgefüge in Zeitlupe auseinanderfliegen. In „Armand“ geht nichts zusammen – aber alles passt.
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An einer Stelle in diesem an Rätseln reichen Film bricht Elisabeth in schallendes Gelächter aus. Nicht sofort, sie lacht nicht laut los, sondern leise, albern, klein, ein Lachen, das sie wider besseres Wissen nicht unterdrücken kann und das sich, je konsternierter die anderen sie anschauen, je entschiedener sie sie zur Vernunft rufen, immer unbändiger wird, lauter, auch ansteckender. Wie stets bei derlei ist der Moment völlig unpassend. Elisabeth hat gerade erfahren, dass ihrem Sohn Armand vorgeworfen wird, einen anderen Jungen sexuell belästigt zu haben. Nun sitzen Eltern, Lehrer und die Schulleitung bei dem hilflosen Versuch zusammen, „in einen Dialog zu treten“, wie der Direktor sagt.

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