Crowdfunding für Van Gogh :
Die „Mona Lisa von Brabant“ soll in ihrer Heimat bleiben

Von Kerstin Schweighöfer, Den Haag
Lesezeit: 5 Min.
Diese Museumsdirektorin lässt nicht locker: Wie Jacqueline Grandjean ein Bildnis Van Goghs für die Niederlande sichern will – obwohl es ein Londoner Sammler ersteigert hat und es seitdem noch viel teurer geworden ist.
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Was tut eine Museumsdirektorin, wenn sie bei einer Versteigerung – wie öffentliche Einrichtungen so oft – das Nachsehen hat und in Nullkommanichts von Privatsammlern überboten wird, aber das einem anderen zugeschlagene Kunstwerk trotzdem unbedingt für ihr Haus erwerben möchte? Ganz einfach: Sie wendet andere Methoden an. Aufgeben war jedenfalls für Jacqueline Grandjean, die Direktorin des Noordbrabants Museum im südniederländischen Herzogenbosch, keine Option, nachdem sie erfolglos versucht hatte, „Kopf einer Bäuerin” von Vincent van Gogh zu ersteigern – eine 1885 entstandene Vorstudie in Öl zu seinem berühmten Gruppenbild der „Kartoffelesser“. Das Bildnis zeigt die Frau, die in diesem mit vier anderen „aardappeleters“ links am Tisch sitzt: Gordina de Groot, Rufname Sien, eine Bauerntochter aus Nuenen unweit von Eindhoven und während der 23 Monate, die Van Gogh in diesem Dorf verbrachte, sein Lieblingsmodell.

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