Medien : „Handelsblatt“ verliert eigene Kunstmarktredaktion

Das „Handelsblatt“ lagert seine Kunstmarktberichterstattung aus. Seit Jahresbeginn wird sie vom ZEIT Weltkunst Verlag produziert. Die Redaktionsleiterin Susanne Schreiber geht in den Ruhestand.
Damit verliert die deutsche Berichterstattung über den Kunsthandel an Vielstimmigkeit: Die Kunstmarktseiten im „Handelsblatt“ werden nicht mehr von der Tageszeitung selbst produziert, sondern vom ZEIT Weltkunst Verlag. Dieser gehört wie die Handelsblatt Media Group zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Die Kunsthistorikerin Susanne Schreiber, von 2004 an Leiterin der Kunstmarktredaktion im „Handelsblatt“, geht in den Ruhestand. Ihre Texte hätten sich über Jahrzehnte als „Must-Read in der Kunstszene etabliert“, sagt die stellvertretende „Handelsblatt“-Chefredakteurin Kirsten Ludowig. „Dafür danken wir ihr herzlich.“
Seit Jahresbeginn konzeptionieren und produzieren Jan Kohlhaas und Stefan Weixler von der „Zeit“-Kunstmarktzeitung „Kunst und Auktionen“ (früher „Antiquitätenzeitung“), die redaktionell mit dem „Weltkunst“-Magazin der „Zeit“ verschränkt ist, die Kunstmarktberichte für das „Handelsblatt“. Bereits seit 1953 erscheinen im „Handelsblatt“ Analysen über die Entwicklungen auf dem Kunstmarkt, von 1971 an wurde die Berichterstattung in der Freitagsausgabe konzentriert.