China : Putins freigelassener Tiger macht Tierschützern Sorgen

Seitdem der von Putin freigelassene Tiger die Grenze zu China passiert hat, herrscht Aufruhr im Nordosten des Landes. Er hat fünf Hühner auf einem Bauernhof gerissen. Die Bauern fürchten sich vor dem Tier.
Tierschützer in China sorgen sich um einen vom russischen Präsidenten Wladimir Putin freigelassenen Tiger. Experten seien in die Grenzregion um die Gemeinde Luobei geschickt worden, um die Raubkatze aufzuspüren und vor aufgebrachten Bauern zu schützen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Der in Russland freigelassene Sibirische Tiger soll auf einem Bauernhof in der nordostchinesischen Provinz Helongjiang vor einigen Tagen fünf Hühner gerissen haben. Mehrere Zeitungen in China berichteten am Mittwoch über den Vorfall.
Das Tier mit dem Namen „Kuzya“ ist einer von drei Sibirischen Tigern, die Putin im Mai in der Region Amur in Russlands Osten in die Freiheit entlassen hatte. „Kuzya“ war damals 19 Monate alt. Das Tier war Putin 2008 zum Geburtstag geschenkt worden. Seit seiner Freilassung ist der Tiger mit einem Peilsender ausgestattet und hatte vor einiger Zeit bereits die Grenze nach China überquert.
In freier Wildbahn gibt es laut Xinhua nur noch 500 der bedrohten Tiere. Sie leben vorwiegend im Osten Russlands, in Nordostchina und auf der koreanischen Halbinsel. China schätzt die Zahl der wenigen verbliebenen Tiger in der Grenzregion zu Russland auf 18 bis 22.