Auswertung für Deutschland :
Zwölf Prozent der Beschäftigten machen Überstunden

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Blick auf die Türme im Frankfurter Bankenviertel: Besonders verbreitet ist die Mehrarbeit der Auswertung zufolge bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.
Mehr als 4 Millionen Beschäftigte in Deutschland leisten einer Auswertung des Statistischen Bundesamts zufolge regelmäßig Überstunden. Vor allem drei Branchen stechen hervor.
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Überstunden gehören nur für eine Minderheit der Arbeitnehmer in Deutschland zum beruflichen Alltag. Rund jeder und jede Achte hat im vergangenen Jahr mehr gearbeitet, als im Arbeitsvertrag festgelegt war, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Grundlage sind Antworten aus dem Mikrozensus. Hochgerechnet leisteten 4,6 Millionen Menschen Mehrarbeit. Das ist ein Anteil von 12 Prozent der knapp 39,3 Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Meistens landen die Überstunden auf einem Arbeitszeitkonto, können also später als Freizeit ausgeglichen werden. 71 Prozent der Menschen mit Mehrarbeit nannten diese Form. Rund 20 Prozent und damit mehr als 900.000 Personen leisteten nach eigenen Angaben unbezahlte Überstunden. 17 Prozent gaben an, dafür bezahlt zu werden. Es waren auch Mischformen und damit mehrere Antworten möglich.

Für 40 Prozent ist die Mehrarbeit mit höchstens fünf Stunden pro Woche erledigt. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) leistete aber auch mehr als 15 Überstunden pro Woche. Besonders verbreitet ist die Mehrarbeit bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen und in der Energieversorgung (jeweils 17 Prozent), am wenigsten im Gastgewerbe (6 Prozent). Auch beispielsweise bei „Wach- und Sicherheitsdienstleistungen oder Reinigungsdienstleistungen“ lag der Wert vergleichsweise niedrig (8 Prozent).

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