Proteste in Bangladesch : Die Partnerin des Westens tritt zurück und flieht

Regierungschefin Sheikh Hasina hat nach einem Blutbad an Demonstranten dem Druck nicht standhalten können. Das Ausmaß der Proteste war nach einer Internetblockade nur langsam an die Außenwelt gedrungen.
Nach dem gewalttätigen Vorgehen gegen Demonstranten in Bangladesch ist die autoritär regierende Ministerpräsidentin Sheikh Hasina Berichten zufolge zurückgetreten und aus dem Land geflohen. Zuvor war bekannt geworden, dass Demonstranten den Sitz der Regierungschefin gestürmt hätten. Die anhaltenden Proteste hatten sich seit einigen Tagen zunehmend gegen das Regime der seit 15 Jahren im Amt befindlichen Regierungschefin gerichtet. Die Demonstranten machten Hasina für die Reaktion der Sicherheitskräfte verantwortlich, die mit scharfer Munition auf Protestteilnehmer geschossen haben sollen. Im Zuge der Gewalt sollen mehr als 300 Menschen getötet worden sein. Nachdem sich die Lage zwischenzeitlich beruhigt hatte, setzte die Polizei in den vergangenen Tagen erneut Tränengas und Blendgranaten gegen Demonstranten ein. Die Proteste gingen allerdings weiter.
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