Koloniale Bauten : Deutschlands erste Moschee stand in einem Gefangenenlager

Die Architektur diente immer wieder als Werkzeug und Symbol des Kolonialismus. Davon zeugen Bauten in Südafrika, Indien, China und auch hierzulande.
Erst seit Kurzem erinnert eine Gedenktafel an den Ort, an dem die „Berliner Konferenz“ von 1884/85 stattfand, auf der der „Wettlauf nach Afrika“ formalisiert wurde. Die Aufarbeitung des kolonialen Erbes von Deutschland in Ost- und Südwestafrika verläuft zögerlich, auch was die Architekturgeschichte betrifft. Das behaupten die Autoren des Bandes „Architectures of Colonialism – Constructed Histories, Conflicting Memories“ (Birkhäuser-Verlag). Zu den Hinterlassenschaften der Kolonialzeit gehören auch Artefakte hierzulande wie ein Fries, das 1908 am Eingang des Hauptgebäudes der Deutschen Bank in Berlin angebracht wurde, die den Eisenbahnbau in Südwestafrika finanzierte. Es zeigt afrikanische Krieger, die sich vor den „Göttern der Zivilisation“ verbeugen und sich ihnen unterwerfen.
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