Münzauktion in Kopenhagen : Wie man aus Markenbutter einen Haufen Gold macht

Alles für Dänemark, wenigstens für hundert Jahre: Die unter Verschluss gehaltene numismatische Sammlung des Unternehmers L.E. Brrun kommt zur Auktion. Mit dabei sind extrem rare und teure Stücke.
Wer etwas sammelt, der wird sich, je länger er mit dem Aufbau und der Katalogisierung seiner Schätze beschäftigt ist, umso dringlicher die Frage stellen, was damit geschehen soll, wenn er selbst nicht mehr darauf achtgeben kann. Vorausschauende Sammler führen, solange sie noch bei Kräften sind, Verhandlungen mit Institutionen, denen sie es zutrauen, sich um den Schatz zu kümmern, am besten so, dass man dabei auch an denjenigen erinnert, der ihn zusammengetragen hat – ein eigenes Zimmer in der Universitätsbibliothek etwa sollte für wertvolle Bücher schon drin sein, am besten mit einem Namensschild des einstigen Besitzers. Eine schöne Würdigung ist auch eine Ausstellung der Sammlung, wie es jüngst mit einer kleinen Auswahl der Zinnfiguren geschah, die der Sammler Alfred R. Sulzer dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg übereignet hatte. Das Haus sorgte zugleich für einen prachtvollen Katalog.