BRAFA Art Fair Brüssel : Kunstmesse in Sommerlaune
Willkommen zurück in der belgischen Wunderkammer: Die Kunstmesse BRAFA ist wieder da. Im Schatten des Atomiums lockt sie mit einem neuen Angebot.
Einen Auftritt im Juni statt wie üblich im Januar bescherte die Pandemie der Brussels Antiques & Fine Arts Fair (BRAFA) – und einen neuen Veranstaltungsort. Vom Tour & Taxis-Gelände war die Messe 2021 ausgewichen in die Galerien, um stattfinden zu können. Nun präsentieren die Aussteller sich wieder vereint zur 62. Ausgabe in zwei Palais der Brussels Expo im Schatten des Atomiums. Der belgische Künstler Arne Quinze hat als Ehrengast die Hallen farbenfroh gestaltet. Eklektizismus ist Trumpf bei der BRAFA, Objekte unterschiedlichster Epochen und Weltgegenden vereint. Nun erweitert sie ihr Portfolio um islamische Kunst.

115 Galerien (2020 waren es 133) aus fünfzehn Ländern stellen aus, achtzehn sind erstmals dabei, 34 spielen parallel bei der terminlich konkurrierenden TEFAF in Maastricht auf. Die Händler meldeten schon an den Preview-Tagen zahlreiche Verkäufe, darunter eine Christusfigur aus Buchsbaumholz, die der flämische Barockkünstler Jan III van Doorne im Geist des Jansenismus schuf. Ein privater Stifter hat die vierzig Zentimeter hohe Statue zu einem ungenannten Preis bei Floris Van Wanroij Fine Art (Dommelen) für das Rijksmuseum Amsterdam erworben.