Bedrohte Politiker : Solidarität, aber nicht wegen des Waffenscheins

Weil er sich bedroht sieht, will der Bürgermeister von Kamp-Lintfort im Dienst eine Waffe tragen dürfen. Der Kommunalpolitiker bekommt viel Solidarität – allerdings nicht wegen des Wunschs zur Bewaffnung.
Am Samstagnachmittag dauert es nur etwa eine halbe Stunde, bis sich der Prinzenplatz im niederrheinischen Kamp-Lintfort gefüllt hat. Aus allen Richtungen strömen die Bürger heran, um Solidarität mit ihrem Bürgermeister zu bekunden. „Nazis raus!“ oder „Wir Demokraten stehen hier zusammen gegen Hass und Hetze“, steht auf den selbstgemachten Schildern, die Demonstranten hochhalten. Christoph Landscheidt wird nach eigenem Bekunden seit der Europawahl im vergangenen Mai massiv aus der rechtsextremen Szene bedroht.