Halle-Prozess gegen Stephan B. : Der Attentäter aus dem Kinderzimmer

Am ersten Tag des Prozesses gegen den Attentäter von Halle offenbart der Angeklagte Stephan B. seine rassistische, aber auch kindliche Weltauffassung. Es kommt zu merkwürdigen Szenen.
Die Richterin versteht es nicht. Gerade hat Stephan B. gesagt, dass er gegen „Araber“ und „Muslime“ vorgehen müsse, weil Personen wie er aus der Gesellschaft rutschten, wenn Flüchtlinge ins Land kämen. Die Richterin antwortet: Er sei doch vorher schon aus der Gesellschaft raus gewesen. Er habe keine Pläne gehabt, keine Ziele. Das habe doch nichts mit den Flüchtlingen zu tun gehabt. Zuvor hatte Stephan B. gesagt, dass ihn die Flüchtlingskrise im Jahr 2015 radikalisiert habe. Und schon da hielt die Richterin dagegen: Für ihn habe sich doch in seinem kleinen Ort nahe Halle nichts geändert. Er habe vor seinem Computer gesessen, die Mutter im Nebenzimmer. Aber Stephan B. spricht von „Feinden“ und „Kampf“.
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