Korruptionsskandal : McKinsey zahlt 122 Millionen Dollar in Südafrika

Die Unternehmensberatung McKinsey hat sich bereit erklärt, viel Geld in die Hand zu nehmen, um nach jahrelangen Querelen einen Korruptionsskandal in Südafrika zu beenden.
Die Unternehmensberatung McKinsey will nach vielen Jahren einen Schlussstrich unter Korruptionsvorwürfe in Südafrika ziehen. Das Unternehmen habe mit dem US-Justizministerium und der südafrikanischen Staatsanwaltschaft eine endgültige Einigung erzielt, teilte McKinsey mit. Die Unternehmensberatung hat sich bereit erklärt, mehr als 122 Millionen Dollar zu zahlen, um strafrechtliche Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal auszuräumen.
Es geht dabei um die Arbeit von McKinsey für die staatlichen südafrikanischen Unternehmen Eskom und den Hafen- und Eisenbahnbetreiber Transnet in den Jahren 2012 bis 2016. Laut dem amerikanischen Justizministerium hat sich McKinsey “an einem schwerwiegenden und lang andauernden Bestechungsprogramm beteiligt, um sich durch Bestechung von Regierungsbeamten Aufträge zu sichern.“ McKinsey sollte damals Transnet etwa beim Kauf von rund 1000 Lokomotiven beraten. Ein McKinsey-Partner gestand später ein, gegen US-Gesetze zur Auslandsbestechung verstoßen zu haben. „McKinsey bedauert zutiefst, dass sich ein Mitarbeiter unseres Unternehmens korrupt verhalten hat“, teilte das Unternehmen mit, das sich 2018 öffentlich entschuldigt hat.
McKinsey habe den Fall intern umfassend untersucht, der Mitarbeiter habe sein rechtswidriges Verhalten vor dem Unternehmen und seinen Kollegen verheimlicht und dann versucht, sein Verhalten zu vertuschen. McKinsey habe das Arbeitsverhältnis mit ihm schon vor mehr als sieben Jahren beendet. Die damals erhaltenen Honorare hat McKinsey schon vor einigen Jahren an die staatlichen Unternehmen vollständig zurückgezahlt.