Abkommen gegen Plastikmüll : Bis in alle Ewigkeit

Der meiste Plastikmüll in der Umwelt stammt aus Verpackungen, wie jetzt eine Studie zeigt. Weniger solche Kunststoffe produzieren, ist daher eine Forderung aus der Wissenschaft.
Je mehr Plastik produziert wird, desto mehr Plastikmüll landet in der Umwelt. Diesen einfachen Zusammenhang liefert eine Studie, für die Wissenschaftler fünf Jahre lang auf der ganzen Welt Müll gesammelt, ausgewertet und mit den Produktionsdaten verglichen haben. Etwa die Hälfte des gefundenen Plastikmülls war noch nicht zerfallen oder verblichen, sodass die Herkunft erkennbar war: Es handelte sich um Verpackungen, vor allem für Lebensmittel und Getränke, weniger für Haushaltswaren wie Waschmittel oder Kosmetik. Fast ein Viertel dieses Mülls stammt von Coca-Cola, Pepsi, Nestlé, Danone und dem Tabakkonzern Altria – allen Bekenntnissen dieser Firmen zu Nachhaltigkeit und Recycling zum Trotz. Die Studienautoren kommen in der Fachzeitschrift „Science Advances“ zu dem Schluss: Wenn die großen Hersteller auf Wegwerfverpackungen aus Kunststoff verzichteten, würde die Vermüllung der Erde deutlich abnehmen.
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