Friedmar Apel zum Siebzigsten : Widerstand der Literatur

Friedmar Apel betrachtet Literatur als kritische Instanz und würdigt sie im Kontext ihrer Entstehungszeit. Regelmäßig schreibt er Rezensionen für die F.A.Z. Heute wird der Literaturwissenschaftler siebzig.
Wenn es einen deutschen Literaturwissenschaftler gibt, der das Eigenrecht seines Forschungsgegenstands aus Traditionsbewusstsein zu behaupten weiß, dann Friedmar Apel. In Bielefeld, ausgerechnet einer der „Reformuniversitäten“ aus den späten sechziger Jahren, fand er dafür vor fast zwanzig Jahren als akademischer Lehrer das richtige Umfeld, aber das hatten ja auch Persönlichkeiten aus anderen Fachbereichen wie Reinhart Koselleck, Niklas Luhmann, Jürgen Kocka oder Hans-Ulrich Wehler vorbereitet, und mit Karl-Heinz Bohrer hatte Apel einen Vorgänger in der eigenen Fakultät, der dieselbe Vorstellung von der Autonomie der Erzählkunst hegte.