Bundeswehr in Mali :
Ungeliebter Einsatz

Nikolas Busse
Ein Kommentar von
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Soldat der Bundeswehr im November 2018 in Gao, Mali

Die Verteidigungsministerin stellt die Bundeswehr-Mission in Mali überraschend in Frage. Das bringt die Truppe in eine schwierige Lage.

Schon vor dem Debakel in Afghanistan war Mali kein Paradebeispiel für gelungenes Krisenmanagement in einem Entwicklungsland. Trotz internationaler Truppenpräsenz ist die Lage immer instabiler geworden, und das von der EU betreute und ausgebildete Militär hat jüngst zum zweiten Mal geputscht.

Außerdem ist nicht ganz klar, ob von dem westafrikanischen Land wirklich eine erhebliche Terror- und Migrationsgefahr für Europa ausgeht. Mali war bisher vor allem ein Problem für seine Nachbarstaaten. Eine ernsthafte Debatte über die Aussichten des Bundeswehreinsatzes wäre also gerechtfertigt, auch weil Frankreich seine Präsenz ausdünnt.

Der überraschende Tweet der Verteidigungsministerin ist aber kein guter Beginn. Es wird eine Weile dauern, bis sich der neue Bundestag sortiert hat. In der Zwischenzeit herrscht nun Ungewissheit über die Mission, was die deutschen Soldaten demotivieren, ihre Gegner aber anspornen könnte; erst kürzlich gab es einen Anschlag auf die Truppe. Und ob wirklich eine Zusammenarbeit der Regierung mit russischen Söldnern vereinbart wurde, ist offenbar nicht bekannt. Überhaupt müsste man genauer wissen, worum es da geht und welchen Einfluss es auf die Bundeswehr hätte.

Es entsteht der Eindruck, dass Kramp-Karrenbauer den ersten sich bietenden Anlass nimmt, um einen schwierigen Einsatz loszuwerden. Für ihr großes Ziel, nämlich im Amt zu bleiben, sammelt sie damit keine Punkte.

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