Separatismus in Russland : Sibirien ist nicht die Krim

Im Osten Russlands regt sich die Forderung nach mehr Autonomie. Moskau gefällt das überhaupt nicht, Proteste von Separatisten sind verboten worden.
Der Film zeigt einen jungen Mann im hellen Parka, der Beeren im Wald sammelt. Dann blickt er in die Kamera. „Sibirien ist ein reiches Land“, sagt er. „Aber bis jetzt ist uns dieser Reichtum keine Freude, sondern eher eine Last.“ Dann erklärt er gut zehn Minuten lang, warum er am 17. August in Nowosibirsk am „Marsch für eine Föderalisierung Sibiriens“ teilnehmen wird: Es sei nicht richtig, dass sich die Macht in Russland auf Moskau konzentriere. Es müsse mehr Geld dort bleiben, wo die Rohstoffe herkämen; man müsse das „Clansystem“ der Oligarchen abschaffen. Manchmal verjagt der junge Mann eine Mücke aus seinem Gesicht.