WM in Qatar : Traum und Elend in der arabischen Wüste

Für die Qatarer ist die WM das Größte. Die Kritik aus dem Ausland verstehen viele von ihnen nicht – schließlich habe sich Qatar zum Besseren gewandelt. Trotzdem werde genörgelt.
Entlang der Zufahrtsstraße des „Free-Zone“-Fandorfes tun sich zwei Weltmeisterschaftswelten auf. Die rechte entspricht ganz dem Bild, das die qatarischen Gastgeber vermitteln wollen: eine bunte Siedlung Tausender, schnurgerade aneinandergereihter Wohncontainer mit Burger-Buden und Großbildleinwand, wo Besucher aus aller Welt eine schöne, alkoholfreie Zeit verbringen sollen. Links dagegen bietet sich das Bild, wie es sich die Kritiker vorstellen: eine Baustelle, wo immer noch Arbeiter aus Südasien in der flirrenden Hitze schuften. Ein paar von ihnen sitzen hinter einem der Kioske im Schatten und teilen sich einen Plastikteller Fritten zum Frühstück. „Die werden erst in einer Woche oder so fertig“, sagt der nepalesische Vorarbeiter. Der für die Unterbringung der Fans zuständige qatarische Direktor gibt wenig später etwas verdruckst zu, dass die Vorbereitungen zu einem Rennen gegen die Zeit geworden sind.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
12,80 €
jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
12,80 €
jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar