SUV in der Stadt : Maß und Masse

Das SUV gehört nicht in die Stadt, meint die Oberbürgermeisterin von Paris. Doch was spricht eigentlich dagegen? Versuch einer Objektivierung.
Das Auto wurde als Kleinwagen geboren, entwickelte sich prächtig und deformierte schließlich zum schweren und übergroßen SUV, das Straßen und Städte verstopft. So in etwa lautet die Erzählung jener Autokritiker, die den Erfolg einer bestimmten Fahrzeuggattung zum Anlass nehmen, Fahrverbote und höhere Parkgebühren zu fordern. Das Narrativ ist klug gewählt, denn wo früher die Bewohner der Innenstädte tatsächlich unter dem Autoverkehr litten, ist die Luft nun weitgehend sauber. Immer besser wurde die Abgasreinigung im Lauf der Jahrzehnte, und zudem fährt die wachsende Anzahl elektrischer Wagen zumindest lokal emissionsfrei. Das Ziel, das Auto mit einem Bannfluch zu belegen, ist über die direkte Umweltwirkung nicht mehr zu begründen, deshalb soll die objektiv vorhandene Platznot in den Städten herhalten. Doch ob das SUV tatsächlich einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, also wesentlich mehr Verkehrsfläche beansprucht, wird selten hinterfragt.
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