Nach Freilassung :
Puigdemont verlässt Sardinien

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Carles Puigdemont vor der Anhörung am Samstag in Alghero

Der katalanische Separatist Carles Puigdemont zeigt sich von seiner vorübergehenden Festnahme auf Sardinien unerschüttert. „Ich bin es gewohnt, von Spanien verfolgt zu werden“, sagte er vor jubelnden Anhängern.

Der ehemalige katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont will nach seiner kurzzeitigen Festnahme an diesem Montag Sardinien wieder verlassen. Am Freitag hatte ein Gericht in Sassari den Separatisten, gegen den ein europäischer Haftbefehl aus Spanien vorliegt, ohne Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Zu dem Gerichtstermin am 4. Oktober, bei dem es um eine mögliche Auslieferung an Spanien gehen soll, will er nach eigenen Angaben zurückkehren. Unklar ist, ob Puigdemont derzeit als Europaabgeordneter parlamentarische Immunität genießt und ob der spanische Haftbefehl in Kraft ist.

Seine Anhänger empfingen ihn mit Ovationen. „Ich bin daran gewöhnt, von Spanien verfolgt zu werden. Aber es geht immer gleich aus: Ich bin frei – und ich werde weiter kämpfen“, sagte Puigdemont. Am Samstag waren der katalanische Regionalpräsident Pere Aragonès und andere führende Separatisten nach Sardinien gereist, um ihm zur Seite zu stehen. Trotz des Vorfalls wollen die Regierungen in Madrid und Barcelona ihren politischen Dialog fortsetzen, den sie erst vor kurzem begonnen hatten.

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In Sardinen hatte sich Puigdemont mit dem sardinischen Regionalpräsidenten Christian Solinas und dem Präsidenten des sardinischen Regionalparlaments, Michele Pais, getroffen. Pais gehört zur rechtsnationalen Partei Lega des früheren Innenministers Matteo Salvini. Regionalpräsident Salinas führt die konservative „Sardische Aktionspartei“, deren Ziel die „Souveränität der sardischen Nation“ ist.

Lega unterstützt sardische Unabhängigkeitsbewegung

Bei den Regionalwahlen vom Februar 2019 war Solinas maßgeblich von Salvinis Lega unterstützt worden. Das Festival „AdiFolk“ in Alghero, an dem Puigdemont teilnahm, findet dieses Jahr zum 37. Mal statt. Zu den mehr als tausend Teilnehmern gehören auch rund 40 Gruppen aus Katalonien. Auch die Vorsitzende des katalanischen Regionalparlaments Laura Borràs kam nach Alghero.

Die Stadt im Nordwesten Sardiniens ist nicht nur architektonisch von der Zeit der Herrschaft des katalanischen Hauses Aragón von der Mitte des 14. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts geprägt. Unter den rund 44.000 Einwohnern der Stadt sprechen oder verstehen bis heute noch viele den katalanischen Dialekt von Alghero. Kulturvereinigungen bemühen sich um Erhalt und Pflege dieses Spracherbes. Wegen der besonderen Nähe zu Katalonien pflegen die Leute von Alghero ihre Stadt „Barceloneta“ (Klein-Barcelona) zu nennen.

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