PEPP-Programm der EZB : Grenzen für den Kauf von Staatsanleihen fallen

Im Kampf gegen die Corona-Krise kann die Europäische Zentralbank noch mehr Anleihen kaufen. Können Staaten sich jetzt zügellos finanzieren? Wir haben Top-Ökonomen gefragt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) will in ihrem neuen 750 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm zur Corona-Krise Anleihen ohne einige der bislang vorgeschriebenen Grenzen kaufen. Das geht aus einem Dokument über die rechtliche Umsetzung des „PEPP“ (Pandemic Emergency Purchase Programme) hervor. Insbesondere soll es künftig möglich sein, dass die Notenbank insgesamt auch mehr als ein Drittel der Staatsanleihen eines Eurolandes aufkauft. Zudem sollen nun auch Schuldverschreibungen mit einer kurzen Laufzeit von 70 Tagen gekauft werden können, bislang lag die Untergrenze bei einem Jahr.